Von Peter Hofmann & Stefan Hirschauer
Zu
Beginn des Textes wird der Begriff des Konstruktivismus in seinen verschiedenen
Auffassungen und Bedeutungen dargelegt, wobei Hofmann und Hirschauer auf das
heutige Verständnis von Konstruktivismus genauer eingehen. Konstruktivismus
bezieht eine konträre Position zum Positivismus oder Realismus und stellt sich
somit „gegen die Behauptung einer beobachterunabhängigen Außenwelt“ (Hofmann
& Hirschauer, 2012, S. 85). Der Konstruktivismus tritt in unterschiedlichen
Disziplinen in Erscheinung und kann somit auf unterschiedliche Weisen zur
Anwendung kommen.In
der Wissenschaftssoziologie kommt es in den 1970 Jahren zur
konstruktivistischen Wende. Dabei kommt es zur „Öffnung der black box die bis
dahin weitgehend unter dem Deckmantel wissenschaftlicher
Rationalitätsunterstellung verborgen und soziologisch so gut wie unangetastet
blieb“ (ebd., S. 86). Dies äußerte sich vor allem in „einer empirischen
Verunsicherung“ (ebd., 2012, S. 87) welche zur Erneuerung von
erkenntnistheoretischer Positionen beitrug.