In der nachfolgenden Textbesprechung
wird nach einer kurzen Inhaltsangabe der Zusammenhang mit dem Thomas Theorem
und Hartmut Essers „Situationslogik und Handeln“ ausgearbeitet. Darauf folgen einige Kritikpunkte und ein
kurzes Resümee.
Inhalt
Erving Goffman beschreibt in seinem
Buch „Stigma – Über Techniken der Bewältigung beschädigter Identität“ den
Umgang und Ursprung von Stigmata. Hierbei unterscheidet er grundlegend zwischen zwei Situationen, dem
Diskreditieren und dem Diskreditierbarem.
Ersteres meint, dass sich aus Sicht des stigmatisierten Individuums, sein
Stigma, den wie Goffman sie nennt „Normalen“, bereits offenbart hat. Im Zweiten
Fall bleibt das Handikap den anderen Anwesenden verborgen.
Diese Einteilung bildet das
Grundgerüst seiner Arbeit auf welche er immer wieder zurückgreift. Er versucht
diese beiden Begebenheiten so gut es geht zu trennen, auch wenn dies nicht immer
möglich ist, da manche Situationen nicht eindeutig zuzuordnen sind. Im Weiteren geht der Autor auf den Umgang mit
Stigmata ein, wobei er sowohl die Seite der Betroffenen als auch die Perspektive
der nicht Betroffenen erwähnt. Auch die möglichen
aus Stigmata resultierenden Konsequenzen, wie Erpressung und das Führen eines Doppellebens,
führt er auf.